Wolfram Oettl (*1962) wandte sich nach einem zunächst begonnenem Studium der Physik ganz der Musik zu.
Beim Klavierstudium am Leopold Mozart Konservatorium in Augsburg und an der Musikhochschule München erhielt er seine pianistische Ausbildung durch Yasuko Matsuda, Alfons Kontarsky und Karl-Hermann Mrongovius, sowie entscheidende Impulse im Bereich der Neuen Musik in Kursen bei Ulrich Dibelius und Enjott Schneider, dem er die Bekanntschaft mit der „minimal music“ und Anregung zu eigener kompositorischer Tätigkeit verdankt.

Anschliessend wechselte Wolfram Oettl an die Schola Cantorum Basiliensis, um sich mit Alter Musik in Analyse und Aufführungspraxis zu beschäftigen und studierte Basso-Continuo-Spiel bei Jesper Christensen sowie Cembalo und Hammerklavier bei Jean Goverts. In historischen Satztechniken erhiert er Unterrich bei Markus Jans und Dominique Muller.

Angeregt durch Workshops bei Richard Spaeth beschäftigt sich Wolfram Oettl seit einigen Jahren mit „just intonation“ und erforscht die Intervallverhältnisse zwischen den Tönen des natürlichen Obertonpektrums. Dabei entstehen auch Versuche für das Klavier und Experimente mit alternativen Klavierstimmungssystemen.